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Dienstag, 18. Dezember 2012

Wie eine Möwe im Regenbogen

Eine Möwe zieht am Himmel ihre Kreise. Große Kreise. Kleine Kreise. Heute sind es Kreise, wie gestern. Tag für Tag. Stunde für Stunde. In jeder Sekunde werden die weißen schmalen Flügel vom Wind getragen. Es scheint, als verschwindet ihr grauweißes Federkleid in einer Decke aus Wolken.

Volle schwere Wolken, die irgendwann beginnen werden sich zu entleeren. Durch die Wolkendecke werden irgendwann die ersten zarten Strahlen brechen. Der gewölbte Bogen, der am Himmel erscheinen wird, ist Neues, ist Lebensfreude, ist Hoffnung, ist Liebe, ist alles. Oder doch  noch viel mehr?

Eine Möwe, die nicht mehr rastlos ihre Kreise am Himmel ziehen wird. Die morgen Kreise ziehen wird, die nicht wie die heutigen sind.

„Der Punkt, an dem der Regenbogen die Erde berührt, ist dort, wo das Herz eines Menschen strahlt.“

Freitag, 12. Oktober 2012

Was es ist


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe


Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe


Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe



(Erich Fried)

Mittwoch, 11. Juli 2012

Was nützt die Liebe in Gedanken?

Freitag, 27. April 2012

Liebe spürst du dann, wenn dir jemand wichtiger ist als du selbst. ♥

Samstag, 7. April 2012

Da liegt vielleicht der wichtigste Maßstab für den Wert eines Menschen: 
In der Antwort auf die Frage, ob er innerlich glücklich ist, im Frieden mit sich
- und so auch selbstverständliche Quelle jener Ausstrahlung in der der Mitmensch sich als Mensch angenommen fühlt -
angenommen, das heißt überhaupt als Mensch gesehen, gefühlt, verstanden und geliebt.
(Karlfried Graf Drückheim)

Dienstag, 20. März 2012

Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.

Manchmal denke ich, dass die Welt und das Leben viel zu komplex sind, um alles über sie zu wissen und sie zu verstehn. 

Irgendwo auf der Welt sitzt vielleicht grad ein Mädchen das lacht, das fröhlich ist. Irgendwo weint zu genau diesem Zeitpunkt ein Mensch. Ich finde die Vorstellung komisch, dass genau in dem Moment in dem man total glücklich ist, andere Mensch Leid erfahren - ohne, dass man es weiß.

 Jeden Tag wird man mit den verschiedensten Dingen konfrontiert. Zum Beispiel wird man ständig mit neuem Wissen überflutet. Man weiß gar nicht mehr was wichtig ist, was man Denken soll. Es gibt die verschiedensten Organisationen und Projekte. Die einen, die etwas für die Umwelt tun, die andere helfen Kindern in Afrika, die nächsten engarieren sich für Gewalt an Schulen, andere wiederum entwicklen die neuste Technologie. Um man selbst steht irgendwo dazwischen und denkt über das Leben nach.

Irgendwie kompliziert. So viele Vorschriften, Dinge an die man sich halten muss, Vorgaben. Ich frage mich manchmal, ob das den Menschen alles so gut tut. Irgendwie ist man total eingeschränkt. Viele Dinge werden über den eigenen Kopf hinweg entschieden. Menschen passen sich an. 

"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert."

Um die Welt zu ändern, müsste man eigentlich bei sich selbst anfangen. Sich fragen, wie man leben will, wer man sein will.

Samstag, 17. März 2012

Wende dich der Sonne zu, dann lässt du den Schatten hinter dir.

Spontane Ideen sind etwas Wunderbares. So wurde gestern aus einer kleinen Idee, ein wunderschöner Ausflug in die Natur. Der Plan war eigentlich im Park in der Sonne zu lernen und Hausaufgaben zu machen. Daraus geworden ist ein längerer Spaziergang zur Hildebrandhöhe, immer der Sonne entgegen. Am Park vorbei, am See vorbei, wo sich die ganzen Enten tummelten, hin zu einem Ort, von dem man den Duisburger-Süden überblicken kann. Wenn man dort oben steht, fühlt man sich frei. Man ist fern von dem ganzen Gewusel der Großstadt und dem ganzen Alltagstress. Von da oben nimmst du ganz andere Dinge wahr. Du fühlst dich, wie ein Vogel. Du fliegst zwar nicht, aber du siehst die Dinge von oben.

Warum lassen wir unser Leben von Fakten und Zahlen bestimmen statt von Träumen? Zahme Vögel reden von der Freiheit. Wilde Vögel fliegen.

 


Wenn du da oben stehst vergisst du den Stress. Du vergisst, dass du eigentlich gar keine Zeit hast. Du vergisst, dass du eigentlich noch so viel zu tun hättest. Aber das war es mir wert.  

Gestern ist mir etwas klar geworden. Man darf nicht auf die Zeit warten, denn die Zeit wartet auch nicht auf einen. Bewusst geworden ist mir das, weil wir uns den Sonnenuntergang am Rhein anschauen wollten. Doch als wir dort ankamen, war der rote Ball schon ganz verschwunden. Der Himmel war nur noch leicht rötlich gefärbt.



Ich würde jetzt noch so gern mehr über diesen Tag schreiben, aber da sind so viel Dinge, die ich zu erledigen habe. Manchmal würd ich einfach gerne abhauen, wie die Vögel. Sie machen alles richtig. Sobald es draußen kalt wird, fliegen sie ins Warme. 
Ich will raus aus dieser Stadt. Raus aus diesem Haus. Ständig blöde Kommentare, die man sich anhören muss. Und man wird nicht verstanden und nicht ernst genommen. Die Fehler werden bei dir gesucht. Ich bin froh, wenn der Tag heute vorbei ist. 


 

Vogel flieg

Der Vogel macht sich auf die Reise,
will dahin, wo Zitronen blüh´n.
Er macht das auf seine Weise,
will einfach vor der Kälte flieh´n.

Zügig fliegt er im Verband.
Wohin es geht, ist ihm nicht klar.
Sein Kompass bringt ihn in ein Land,
genauso wie im letzten Jahr.

Er fliegt los ganz ohne Sorgen.
Der ihn auf die Reise schickt,
denkt an ihn heut und auch morgen.
Und, siehe da: Die Reise glückt!
 (Irmgard Adomeit)