Sonntag, 7. Juli 2013

Mich darf nicht mehr angehen was du machst

Und wenn ich meine Augen schließe,
bist du überall - im Kopf, im Herz, im Bauch.
Wenn ich meine Augen öffne,
stehe ich im nirgendwo - allein in einer Masse von Menschen.
Ich muss die Erinnerung ertränken,
sie endlich der Vergangenheit schenken.
Alle Sinne narkotisieren,
um nichts mehr zu spüren.

Dienstag, 2. Juli 2013

alles auf dem Kopf

Und plötzlich stelle ich mein ganzes Leben in Frage. Alles was ich dachte zu sein, alles womit ich mich Wochen, Monate und Jahre lang beschäftigt habe. Wer bin ich und was will ich sein? Hatte ich diese Frage nicht längst für mich beantwortet? Vielleicht bin ich einfach nur verwirrt. Vielleicht ist es auch Definitionssache. Und Fakt ist, ich will mich nicht mehr definieren. Man verliebt sich in den Menschen und nicht in sein Geschlecht.

Samstag, 8. Juni 2013

fast angekommen

Ein ganz neues Körpergefühl.
So frei und voller Lebensqualität.
Ich beginne mein Leben zu lieben,
weil ich innere Zufriefenheit schmecken
und ein Lächeln auf den Lippen
und im Herzen spüren kann.
Ich glaube das Leben ist schön. ♥

Montag, 3. Juni 2013

















Sometimes, I feel the fear of uncertainty stinging clear
And I can't help but ask myself how much I'll let the fear
Take the wheel and steer


It's driven me before
And it seems to have a vague, haunting mass appeal
But lately I am beginning to find
That I should be the one behind the wheel


Whatever tomorrow brings
I'll be there with open arms and open eyes
 
Whatever tomorrow brings
I'll be there with open arms and open eyes


So if I decide to waiver my chance
To be one of the hive
Will I choose water over wine
And hold my own and drive?


It's driven me before
And it seems to be the way that everyone else gets around
But lately I am beginning to find
That when I drive myself my light is found


So whatever tomorrow brings
I'll be there with open arms and open eyes
Whatever tomorrow brings
I'll be there with open arms and open eyes


Would you kill the Queen to crush the hive?
Would you choose water over wine
Hold the wheel and drive?



[Incubus - Drive]

Montag, 20. Mai 2013

Zwischen Träumen und Wachsein

Ich sehe dein Gesicht in meinen Träumen.
Es hat immer einen Ausdruck von Freude.
Doch ich will nicht mehr träumen,
ich muss aufwachen.

Mittwoch, 24. April 2013

Strauch mit herzförmigen Blättern

Sommerregen warm:
Wenn ein schwerer Tropfen fällt,
bebt das ganze Blatt.
So bebt jedes Mal mein Herz,
wenn dein Name auf es fällt.


[Erich Fried]

Sonntag, 21. April 2013

Hab die Wahrheit versteckt

Man wird in eine Rolle gezwängt,
in die einen die Gesellschaft drängt.
Viele spielen am Anfang mit.

Doch irgendwann kann man es nicht mehr ertragen,
will die Vorstellung zerschlagen,
die für alle so selbstverständlich scheint.

Und jetzt vergeht sie, die Zeit.
Und all das ist nur noch Vergangenheit.

Freitag, 5. April 2013

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen (Pearl S. Buck)

  • sehen, hören, riechen, fühlen, lachen, lieben
  • barfuß durch den Morgentau einer saftigen Wiese laufen
  • das Meeresrauschen hören, dabei den Sand zwischen den Zehen und die Ruhe spüren und Lippen, die nach salziger Luft schmecken
  • die Sonne, die so geheimnisvoll auf dem Wasser glitzert
  • Eiskristalle bei tiefstehender Sonne
  • die bunten Farben eines Regenbogens
  • ein Sternenhimmel an einem lauen Sommerabend
  • ein wunderschöner Schmetterling, der so leicht und zerbrechlich wirkt
  • unbeschwertes Kinderlachen
  • Möwen, die sich so frei vom Wind tragen lassen
  • ein stilles Zimmer
  • erfrischender Sommerregen
  • Seifenblasen und Pusteblumen
  • Musik, bei der man Gänsehaut bekommt
  • Kerzenschein
  • ein Segelschiff im Wind, das immer wieder am Hafen ankommt
  • Du


Alles kleine Wunder.

Sonntag, 17. März 2013

Das letzte Kapitel

Ein gutes Buch,
mit über 730 Seiten.
Zuerst fremd.
Es schenkt einem so viel.
Von der Geschichte gefesselt
und in Bildern versunken.
Überall und zu jeder Zeit.
Man will sich das Ende noch aufsparen.

 
Genauso ist es mit dir.
Jeder Tag ist eine Seite.
Ich will jede Seite noch 1000-mal lesen,
bevor ich die letzte Seite lesen muss.
Doch bald ist die Geschichte mit dir zuende
und ich muss das Buch zuschlagen.
Wehmütig und nicht weil ich es will,
sondern weil das so für mich vorgesehen ist.

 
Und wenn das Buch dann zuende ist,
vielleicht finde ich ein neues,
das mir gefällt.
Und dann wirst du weniger werden.
Doch ich weiß, dass ich noch oft in meinen Träumen
die Seiten in meiner Erinnerung lesen werde.
 
 
Und vielleicht gerät das Buch in die Hände eines Menschen,
der mit gleicher Leidenschaft und
in ähnlicher Begeisterung in ihm liest. ♥

Mittwoch, 6. März 2013

Es wird immer alles gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht. (Hermann Hesse)


Ich bin so unendlich dankbar, dass es Menschen gibt, die hinter mir stehen.  Manchmal kennen Menschen einen besser als man glaubt. Das ist irgendwie seltsam, aber auch gut. Man glaubt trotzdem oft nicht, dass sie einen verstehen könnten. Da ist die Angst, dass man mit Entscheidungen, die man trifft, Fehler machen könnte.

Deswegen schreibt man, weil das einfacher ist als zu sprechen. Einige Worte bekommt man einfach nicht so gut über die Lippen, wie in Zeilen verpackt aufs Papier:

Es begleitet mich vielleicht schon lange. Seit wann weiß ich nicht so genau. Aber das ist auch gar nicht wichtig, denn wissen kann man viel. Manchmal habe ich Fragen, über die sich andere Menschen keine Gedanken machen würden oder müssen. Es ist so schwierig sich dann mit irgendwas zufrieden zugeben. Man fühlt sich wie ein Quadrat in einer Masse aus Kreisen. Man eckt überall an und passt irgendwie nirgendwo hin. Lange Zeit war es leicht so zu tun, als sei alles gut. Aber das ging dann nur so lang, bis einem bewusst wurde, dass man sich damit nur selbst verletzt. Man versucht sich an Dingen festzuhalten, die das Leben lebenswert machen. Doch irgendwann wird man eingeholt von dem Wunsch lachen zu können. Das ist so, als wenn man absichtlich in den falschen Zug steigt, der in die falsche Richtung fährt. Man weiß das, doch ignoriert es. Irgendwann versucht man im Gang in die entgegengesetzte richtige Richtung zu laufen, weil man merkt, dass es auf nichts hinausläuft. Eigentlich müsste man die Notbremse ziehen, doch das kostet Überwindung. Die hat man nicht.

Man wartet so lange auf den richtigen Zeitpunkt. Doch den gibt es gar nicht.
Vielleicht war das heute einer der wichtigsten Tage in meinen Leben. Vielleicht verändert er jetzt auch viel. Vielleicht hätte ich es auch besser machen können. Es wurden Worte gesprochen, die schon früher hätten gesprochen werden müssen. Unglaublich befreiende Minuten. Es ist jetzt meine Chance glücklich zu werden. Und ich fühl mich so gut, wie lange nicht mehr. Ich glaub das nennt sich Zufriedenheit. Da wird so viel Lachen kommen, so viel Optimismus, so viel Lebensfreude. Vielleicht wird auch Ablehnung kommen. Aber nichts ist schlimmer, als die Tatsache, sich selbst belügen zu müssen.